Geschichte

Die Idee

Am Anfang stand ein Haushalt, in dem gern mit frischen Kräutern gekocht wird und in dem Kräuter nie lange überlebten.

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Woher die Idee kam

Zu Hause wurde gern mit frischen Kräutern gekocht. Für die Pflege blieb neben Beruf und Hobbys wenig Zeit, und die Pflanzen hielten nie lange durch. Ein automatisches Gewächshaus für die Terrasse sollte her. Auf dem Markt fand sich wenig Passendes.

Niklas hatte gerade einen Ferienkurs hinter sich: Programmieren mit Python und Sensoren auf dem Raspberry Pi. So entstand der Vorschlag, das Beet selbst zu entwickeln. Die Bedingung der Familie: solide gebaut. Dazu kam die Anmeldung als Projekt bei Schüler experimentieren.

Handskizze mit Kugelschreiber: ein Aufsatz mit zwei Kammern und schrägen Deckeln, die Pfeile zeigen das Aufklappen. Eingetragen sind die Maße 1,60, 80, 60 und 30.
Die erste Handskizze. Das Beet ist 1,60 m breit und 80 cm tief, der Aufsatz hinten 60 cm und vorn 30 cm hoch.

Die Fragen von 2019

Die schriftliche Arbeit nennt fünf Fragen:

  1. Wie sollte so ein Hochbeet konstruiert sein?
  2. Welche Sensoren und Aktoren braucht es, und welche eignen sich für die Pflanzenpflege?
  3. Wo und wie schließt man so viele Sensoren und Aktoren vernünftig an?
  4. Wie gestaltet man eine Oberfläche, während ständig gemessen wird?
  5. Was sollte eine automatische Regelung für das Pflanzenwachstum können?

Die Vorgaben

Vorgabe Wert
Größe ein großes Hochbeet, etwa 1,60 m mal 0,80 m
Standort ganzjährig im Freien, auf der Terrasse
Klimazonen zwei, für verschiedene Pflanzen
Versorgung weitgehend automatisch
Material im Rahmen von etwa 1000 Euro
Transport zerlegbar

Gekaufte Hochbeete mit Gewächshausaufsatz in der gewünschten Optik lagen nach der Arbeit bei etwa 2000 Euro, ohne Elektronik. Auch deshalb fiel die Entscheidung für den Eigenbau.

Warum zwei Klimazonen

Kräuter wollen nicht alle dasselbe. Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano kommen mit weniger Wasser und weniger Wärme aus. Basilikum, Petersilie, Schnittlauch und Minze brauchen mehr Wasser, mehr Luftfeuchte und mehr Wärme. In einem gemeinsamen Beet bekommt eine der beiden Gruppen nicht, was sie braucht.

Zwei Kammern nebeneinander lösen das. Jede hat eigene Sensoren, eine eigene Pumpe, eine eigene Heizung und einen eigenen Deckel.

Kammer Beispiele Heizen ab Lüften ab Bodenfeuchte
Mediterran Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano 8 °C 26 °C 30 %
Feucht-gemäßigt Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Minze 16 °C 24 °C 55 %

Die Sollwerte sind die von SmartBeet heute. 2019 gab es die beiden Zonen schon, die Zahlen stellte man damals von Hand ein.

CAD-Modell des Hochbeets: ein Unterbau aus waagerechten Holzleisten, darauf ein verglaster Aufsatz mit zwei schrägen Deckeln.
Der Entwurf im CAD von 2019.

Was davon geblieben ist

Die Idee ist dieselbe: frische Kräuter das ganze Jahr, ohne tägliche Pflege. Geblieben sind auch das Beet, die beiden Zonen und der Anspruch, dass es draußen einen Winter übersteht.

Neu ist der Blick über das eine Beet hinaus. SmartBeet soll genauso ein Gewächshaus, ein Terrarium, ein Anzuchtregal oder offene Beete im Garten steuern. Das Beet von 2019 ist eine Konfiguration davon.

Schon 2019 stand in der Arbeit der Gedanke, solche Beete weiterzuentwickeln und zu verkaufen. Wie weit das heute ist, steht unter Shop.

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