Selbstüberwachung
Störung, neuer Versuch, Sperre
Früher lief ein blockierter Lüfter einfach weiter und meldete „Strom ungewöhnlich“. Jetzt gilt für jede erkannte Störung dasselbe Muster, bei Ausgängen und Sensoren, auch im Handbetrieb.
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Ablauf bei einem Ausgang
- 0 s
Er zieht Strom, aber der Drehzahlgeber meldet nichts.
- 10 s
Der Ausgang geht aus. Zustand „Störung“, Versuch 1 von 3 steht an. Warnung mit Art der Störung und Zeitpunkt des nächsten Versuchs.
- + 2 min
Der Hub schaltet wieder ein, wenn der Ausgang noch angefordert ist. Die Wirkungsüberwachung beginnt von vorn.
- + 2 min
Wieder keine Drehzahl, wieder Pause.
- + 2 min
Der letzte Versuch.
-
Der Ausgang bleibt aus. Alarm. Einschalten wird abgelehnt, auch von Hand. Nur die Freigabe hebt die Sperre auf.
Gelingt ein Versuch, muss sich der Ausgang bewähren: die längste Erkennungszeit seiner Rückmeldungen plus 10 Sekunden, mindestens 30 Sekunden Einschaltzeit ohne Störung. Danach gilt er wieder als in Ordnung, und die Zählung beginnt von vorn.
Ist der Ausgang in der Pause gar nicht mehr angefordert, wartet der Hub. Der Versuch kommt erst, wenn Regler, Regel oder Mensch den Ausgang wieder haben wollen.
Einstellungen
Je Hub einstellbar, in der Oberfläche unter „Geräte“.
| Einstellung | Voreinstellung | Grenzen |
|---|---|---|
| Pause vor einem neuen Versuch, Ausgang | 2 min | 10 s bis 1 h |
| Abstand der Versuche, Sensor | 10 min | 1 min bis 24 h |
| Zahl der Versuche | 3 | 1 bis 10 |
Die Pause bei Sensoren ist länger, weil das Modul einen Sensor höchstens alle 10 Minuten neu startet.
Arten der Störung
Geprüft wird nur bei eingeschaltetem Ausgang.
| Störung | Erkennung |
|---|---|
| Drehzahl fehlt | Die Drehzahl bleibt in der Frist unter der Erwartung. |
| kein Durchfluss | Pumpe läuft trocken oder Schlauch verstopft. |
| keine Leistung | Ein Relais schaltet, der Verbraucher zieht aber keine Leistung. |
| keine Erwärmung | Die Heizung erwärmt nicht. |
| Füllstand steigt nicht | Beim Nachfüllen tut sich nichts. |
| Endkontakt kommt nicht | Der Antrieb erreicht „offen“ oder „zu“ nicht rechtzeitig. |
| Strom zu hoch | Mindestens das Doppelte des eingelernten Stroms, 10 Sekunden lang. Zum Beispiel ein blockierter Motor. |
| Antrieb klemmt | Der Antrieb klemmt auch nach dem Zurückfahren, oder der Strom lag über der Abschaltgrenze. |
| kein Verbraucher | Kein Strom, obwohl der Ausgang seit 10 Sekunden ein ist. |
Der Trockenlauf einer Pumpe ist kein Sonderfall. Eine Pumpe ohne Durchfluss durchläuft dieselben Versuche wie jeder andere Ausgang.
Zwei Zustände sind keine Störung und laufen nicht durch dieses Muster. Ein Antrieb ohne Motordaten steht auf „Einrichtung ausstehend“, bis jemand sie einträgt. Ein falscher oder fehlender Sensor bekommt keinen Neustart, keinen Fehlversuch und keine Sperre. Seine Meldung endet von selbst, sobald der richtige Sensor antwortet. Mehr unter Sensoren prüfen.
Freigeben
Die Freigabe setzt den Ausgang auf „in Ordnung“ und die Zählung auf null. Ist der Ausgang zugleich im Modul gesperrt, durch die elektronische Sicherung, geht die Freigabe auch dorthin.
Zustand, Versuch und Zeitpunkt des nächsten Versuchs stehen beim Ausgang beziehungsweise beim Sensor. Dort wird auch freigegeben.
Sperren überstehen einen Neustart
Ein durch den Hub gesperrter Ausgang und ein Sensor außer Betrieb stehen dauerhaft im Speicher des Hubs, zusammen mit der Art der Störung. Nach einem Neustart oder Stromausfall sind sie sofort wieder gesperrt, bevor irgendein Stellbefehl hinausgeht.
- Eine neue Konfiguration ändert daran nichts, auch wenn der Ausgang darin nicht mehr vorkommt.
- Nur die Freigabe löscht den Eintrag, beim Sensor auch eine geänderte Kalibrierung.
- Ein Werksreset des Hubs vergisst ihn ebenfalls.
Nicht gespeichert werden laufende Störungen, die noch nicht gesperrt sind. Nach einem Neustart beginnen sie von vorn. Der Ausgang ist nach dem Start ohnehin aus. Tritt die Störung wieder auf, wird sie neu erkannt. Der Speicher wird so nur beim Sperren und bei der Freigabe beschrieben.
Im Vorrang ganz oben
Die Störungssperre steht im Vorrang über allem außer einem laufenden Modul-Update. Sie überstimmt Lastabwurf, Verriegelungen, Handbetrieb, Regeln und Regler. Die ganze Reihenfolge steht unter Regelung.
Ein Alarm je Ursache
Das Backend fasst die Meldungen eines Ausgangs zu einem Alarm zusammen: Sicherung, Wirkung, Klemmen, kein Verbraucher, Störung, Sperre. Ebenso verdächtig, ausgefallen und außer Betrieb eines Sensors. Der Alarm wird mit der Sperre rot und endet bei Freigabe oder gelungenem Versuch.
Alarme gibt es nur zu Kanälen und Ausgängen, die in Gebrauch sind. Ein freier Ausgang ohne Rolle meldet keinen Alarm. Verlässt ein Kanal oder Ausgang den Gebrauch, enden seine offenen Alarme. Versorgung und Gesamtstrom eines Moduls bleiben überwacht, solange der Kanal nicht verborgen ist.
Vorführen
Mit dem Simulator und Zeitraffer 60 dauert der ganze Ablauf keine zehn Sekunden: Fehler „Lüfter blockiert“ einspielen, Lüfter von Hand einschalten, zusehen. Mehr unter Simulator.