Wie es funktioniert
Regelung und Vorrang
Die Regelung läuft im Hub, einmal je Sekunde, mit oder ohne Server. Darüber entscheidet eine feste Rangfolge, wer einen Ausgang stellen darf.
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Vier Ebenen
Je tiefer eine Ebene liegt, desto einfacher ist sie und desto schwerer lässt sie sich abschalten.
| Ebene | Läuft in | Beispiele |
|---|---|---|
| Sicherheit | Hub und Module | maximale Laufzeiten, Heizung nur bei gültigem Temperaturwert, Deckel zu bei Regen und Wind, sicherer Zustand bei Ausfall |
| Regelung | Hub | Heizung stufenlos, Lüftung und Klappen nach Temperatur, Bewässerung nach Bodenfeuchte mit Pausen zum Einsickern |
| Planung | Server | Profile mit Tag-, Nacht- und Jahreszeitkurven, Betriebsmodi, Wettervorhersage |
| Eigene Regeln | Server, im Browser | visueller Editor, Ausdrücke, Testlauf gegen aufgezeichnete Daten |
Reglertypen
Jeder Regler verrechnet je Eingang die Werte aller Kanäle, die in Ordnung sind: als Mittelwert, Minimum oder Maximum. Verdächtige und ausgefallene Kanäle werden herausgerechnet. Bleibt für einen benötigten Eingang kein Wert, steht der Regler, und seine Ausgänge gehen auf den sicheren Wert.
| Regler | Eingänge | Ausgänge | Verhalten |
|---|---|---|---|
| Heizen | Temperatur, optional Feuchte | Heizung | PI-Regler auf den Temperatur-Sollwert, Ausgang 0 bis 100 %, mit Anti-Windup |
| Lüften | Temperatur, optional Feuchte, CO₂, Regen, Außentemperatur | Lüfter, Klappe | Bedarf aus Temperatur, Feuchte und CO₂, der größte gewinnt |
| Befeuchten | Temperatur, Feuchte | Vernebler | Dampfdruckdefizit über Sollwert: Puls, dann Pause |
| Bewässern | Bodenfeuchte | Pumpe, Ventil | Puls, dann Pause zum Einsickern, mit Tagesgrenze |
| Licht | Helligkeit | Licht | im Zeitfenster und unter dem Sollwert: Licht an |
| Tank nachfüllen | Füllstand | Ventil | auf unter „niedrig“, zu ab „hoch“ |
| Tank heizen | Wassertemperatur, Füllstand | Tankheizung | Zweipunkt mit Hysterese, nur bei ausreichendem Füllstand |
Voreinstellungen
Der Hub nutzt diese Werte, wenn die Konfiguration nichts anderes nennt. Im Browser lässt sich alles ändern.
| Regler | Sollwerte | Parameter |
|---|---|---|
| Heizen | 18 °C | Hysterese 0,5 K, Mindestlaufzeit 30 s |
| Lüften | 24 °C, 75 % rF, 1200 ppm CO₂ | Hysterese 1 K, Lüfter mindestens 25 %, Frostgrenze 2 °C, Klappe mindestens 120 s offen |
| Befeuchten | Dampfdruckdefizit 1,0 kPa | Hysterese 0,15 kPa, Puls 20 s, Pause 120 s |
| Bewässern | 45 % Bodenfeuchte | Hysterese 4 Punkte, Puls 20 s, Pause 600 s, höchstens 12 Pulse am Tag |
| Licht | 8000 lx, Stufe 80 % | Hysterese 1500 lx, Zeitfenster 7 bis 19 Uhr |
| Tank nachfüllen | niedrig 35 %, hoch 85 % | Frist ohne Anstieg 600 s |
| Tank heizen | 14 °C | Hysterese 1 K |
Lüften im Einzelnen
bedarf = max(
(temperatur - soll.temperatur) * 25, je Grad über Soll
(feuchte - soll.feuchte) * 4, je Prozent über Soll
(co2 - soll.co2) * 0,1, je ppm über Soll
0)
lüfter = bedarf > 0 ? begrenzen(max(bedarf, 25), 0, 100) : 0
klappe = begrenzen((temperatur - soll.temperatur) * 30, 0, 100)
Eingeschaltet wird ab Sollwert plus Hysterese, ausgeschaltet beim Sollwert. Bei Regen bleibt die Klappe zu, ebenso wenn der Regensensor ausgefallen ist. Liegt die Außentemperatur unter der Frostgrenze, bleibt sie ebenfalls zu. Nach dem Öffnen hält eine Klappe ihre größte Öffnung für die Mindestzeit, damit sie nicht flattert.
Bewässern im Einzelnen
Liegt die Bodenfeuchte unter Sollwert minus Hysterese, ist die Pause abgelaufen und die Tagesgrenze nicht erreicht, läuft die Pumpe für die Pulsdauer. Danach folgt die Pause zum Einsickern. Die Pumpe läuft nur, wenn der Tank sie freigibt.
Mehrere Ausgänge
Hat ein Regler mehrere Ausgänge derselben Aufgabe, arbeiten sie zusammen oder gestaffelt.
- Zusammen: Alle bekommen denselben Stellwert.
- Gestaffelt: Die Ausgangsgröße wird verteilt. Bei zwei Ausgängen und 60 % läuft der erste mit 100 %, der zweite mit 20 %.
Schaltausgänge, die nur ein und aus kennen, schalten ab 50 % ein. Relais schalten bei jedem Wert über 0 ein. Damit sie nicht verschleißen, schaltet ein Regler ein Relais frühestens 30 Sekunden nach dem letzten Umschalten wieder um. Handbetrieb, Regeln, Verriegelungen und die Sicherheitsschicht schalten sofort.
Sollwerte je Klimazone
Die Beispielanlage hat zwei Kammern mit verschiedenen Profilen.
| Profil | Mediterran | Feucht-gemäßigt | Neutral |
|---|---|---|---|
| Beispiele | Rosmarin, Thymian, Salbei, Oregano | Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Minze | |
| Heizen ab | 8 °C | 16 °C | 12 °C |
| Lüften ab | 26 °C | 24 °C | 25 °C |
| Luftfeuchte | 60 % | 80 % | 75 % |
| Bodenfeuchte | 30 % | 55 % | 45 % |
Vorrang
Wollen mehrere Stellen denselben Ausgang stellen, gilt eine feste Reihenfolge. Die Sicherung im Modul steht über allem, weil sie ohne Hub und Server arbeitet.
- 01 Sicherung im Modul Überstrom. Arbeitet ohne Hub und Server.
- 02 Modul-Update Ausgänge des Moduls sind im sicheren Zustand.
- 03 Störung oder Sperre Der Hub hat den Ausgang abgeschaltet.
- 04 Kalibrierung ausstehend Ein Antrieb ohne Laufzeiten fährt nicht.
- 05 Lastabwurf Unterspannung der Versorgung.
- 06 Ressource Pumpe bei leerem Tank, Ventil bei vollem Tank.
- 07 Windschutz Deckel zu bei Wind über der Grenze.
- 08 Verriegelung Zum Beispiel Deckel zu bei Regen.
- 09 Auffüllen bis X % Nur Nachfüllventile.
- 10 Handbetrieb Ein Mensch schaltet, mit Dauer.
- 11 Betriebsmodus Wartung Regler und Regeln stehen.
- 12 Regel Eigene Regeln vom Server.
- 13 Regler Der Normalfall.
- 14 Sicherer Wert Wenn niemand etwas will: aus oder zu.
Verlangen mehrere Regler denselben Ausgang, gewinnt der größte Wert. Greifen mehrere Verriegelungen, gilt die erste in der Reihenfolge der Konfiguration.
Handbetrieb
Wer einen Ausgang von Hand schaltet, gibt eine Dauer an. Danach übernimmt der Regler von selbst wieder. Ohne Angabe gelten 30 Minuten. „Automatik“ beendet den Handbetrieb sofort.
Eine Regel wirkt wie ein Handbetrieb mit 5 Minuten Dauer. Sie überstimmt den Regler, aber nie einen Menschen im Handbetrieb und nie die Sicherheitsschicht.
Maximale Laufzeit, Tank-Grenzen, Störungssperren und die Sperren „Einrichtung ausstehend“ und „Kalibrierung ausstehend“ gelten auch im Handbetrieb. Ein Antrieb ohne Motordaten bewegt sich gar nicht, auch nicht zum Schließen bei Regen, Wind oder Frost.
Betriebsmodi
| Modus | Wirkung |
|---|---|
| Automatik | Alle Regler arbeiten. |
| Frostschutz | Alle Kammern sind im Frostschutz, siehe unten. |
| Urlaub | Sparsam. Der Hub verhält sich wie in Automatik, der Server schickt andere Sollwerte. |
| Wartung | Alle Regler stehen, nur Handbetrieb wirkt. |
Frostschutz je Kammer
Jede Kammer hat eine eigene Betriebsart: „Normal“ oder „Frostschutz“. Eine Kammer im Frostschutz verfolgt keine Sollwerte für Pflanzen mehr. Sie bleibt nur frostfrei, geschlossen und sicher, etwa wenn im Winter nichts gepflanzt ist. Umgeschaltet wird auf der Seite der Kammer. Der Betriebsmodus Frostschutz wirkt wie „alle Kammern im Frostschutz“.
| Regler | Im Frostschutz |
|---|---|
| Heizen | Zweipunkt gegen die Frostgrenze: ein unter 3 °C, aus ab 4 °C |
| Lüften | Lüfter und Deckel bleiben aus und zu, bis es innen über 40 °C hat |
| Bewässern, Licht, Befeuchten | stehen |
| Tank heizen | hält 4 °C, wenn alle Kammern des Tanks im Frostschutz sind |
| Tank nachfüllen | füllt dann nur bis 30 % |
Das entscheidet der Hub, also auch ohne Server. Regen- und Windschutz, Sicherung, Sperren und Handbetrieb wirken wie immer. Eigene Regeln bleiben aktiv und können einen Deckel auch im Frostschutz öffnen. Die Grenzen stellt ein Admin je Standort ein.
| Grenze | Voreinstellung | Bereich |
|---|---|---|
| Frostgrenze | 3 °C | −10 bis 15 °C |
| Hysterese der Heizung | 1 K | 0,2 bis 10 K |
| Hitzegrenze der Deckel | 40 °C | 20 bis 70 °C |
| Wassertemperatur | 4 °C | 0 bis 20 °C |
| Füllstand des Tanks | 30 % | 0 bis 100 % |
Der Tank bleibt zu 30 % gefüllt, damit die Tankheizung heizen darf, ohne einen vollen Tank über den Winter zu halten. Mit 0 % wird gar nicht nachgefüllt.
Begründungen
Jede Änderung eines Stellwerts erzeugt ein Ereignis mit Begründung. Daraus beantwortet die Oberfläche die Frage „Warum?“ für jeden Ausgang und Zeitpunkt:
14:03 Uhr: Lüfter A auf 60 %. Regler „Lüften Kammer A“: Temperatur 27,4 °C über Sollwert 24,0 °C.
| Art | Beispiele | Mitgelieferte Werte |
|---|---|---|
| Regler | Temperatur über Sollwert, Boden trocken, dunkel, Tank unter „niedrig“ | Istwert, Sollwert, Hysterese |
| Regel | Aktion einer eigenen Regel | Name der Regel |
| Handbetrieb | von Hand gesetzt, freigegeben, abgelaufen, Auffüllen | Name des Benutzers |
| Sicherheit | Überstrom, maximale Laufzeit, Lebenszeichen fehlt, Unterspannung, Störung, Sperre, Einrichtung oder Kalibrierung ausstehend | Messwerte |
| Verriegelung | Tank leer, Regen, Frost, Wind | Messwerte |
| Betriebsmodus | Wartung, Frostschutz, Urlaub, Kammer im Frostschutz | |
| Start | sicherer Zustand nach dem Einschalten |
Um das Protokoll nicht zu fluten, wird eine Änderung bei stufenlosen Ausgängen nur gemeldet, wenn sich der Stellwert um mindestens 10 Prozentpunkte ändert oder zwischen aus und an wechselt.