Selbstüberwachung
Versorgung und Verriegelungen
Der Hub kennt den Gesamtstrom und den Strom jedes Ausgangs. Passt beides nicht zusammen, fließt irgendwo Strom, wo keiner fließen soll.
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Summenprüfung
Der Hub vergleicht den gemessenen Gesamtstrom mit der Summe aller Ausgangsströme.
abweichung = gesamtstrom − summe der ausgänge − grundlast
| Einstellung | Voreinstellung |
|---|---|
| Grundlast von Hub, Modulen und Sensoren | 0,3 A |
| Zulässige Abweichung | 0,5 A |
| Dauer bis zum Alarm | 10 s |
| Wiederholung frühestens nach | 10 min |
Die Grundlast eines echten Hubs steht auf 0,3 A. Ein Sensormodul zieht etwa 12 bis 20 mA. Mit vielen Sensormodulen wird die Grundlast in den Einstellungen des Hubs angehoben, sonst bleibt von der zulässigen Abweichung wenig übrig.
Gerechnet wird nur mit Ausgängen, die am 24-V-Bus hängen. Relais und die Ausgänge des Leistungsmoduls DC zählen nicht, denn sie haben eine eigene Versorgung. Im Simulator lässt sich die Prüfung mit dem Fehler „Fehlerstrom“ vorführen.
Unterspannung und Lastabwurf
- 0 s
Zum Beispiel durch ein überlastetes Netzteil oder eine schlechte Klemme.
- 2 s
Hält die Unterspannung länger als 2 Sekunden an, schaltet der Hub Ausgänge ab, einen je Sekunde, bis die Spannung wieder über 21 V liegt.
-
Hub, Module und Sensoren bleiben versorgt. Die Anlage misst und meldet weiter.
- 30 s
Liegt die Spannung 30 Sekunden lang über 22,5 V, gibt der Hub die Ausgänge in umgekehrter Reihenfolge wieder frei, einen je Sekunde.
Reihenfolge
Abgeworfen werden nur eingeschaltete Ausgänge am 24-V-Bus, keine Relais und keine Ausgänge des Leistungsmoduls DC. Die Reihenfolge, nach der die Vorlage die Ausgänge einstuft:
| Reihenfolge | Ausgang | Grund |
|---|---|---|
| zuerst | Heizungen | größte Verbraucher |
| dann | Licht | |
| dann | Pumpen, Vernebler | |
| dann | Lüfter | |
| dann | Heizmatte und Lüfter im Schaltkasten | schützen die Elektronik und ziehen wenig Strom |
| zuletzt | Klappen, Ventile |
Die Reihenfolge ist je Ausgang einstellbar.
Unterspannung an einem Modul
Jedes Modul misst seine eigene Versorgung, mit einem Spannungsteiler vor seinem Wandler. Liegt sie unter der Grenze, meldet der Hub das mit dem Modul als Warnung. Das deutet auf Spannungsabfall auf dem Buskabel oder eine schlechte Steckverbindung hin.
Werte unter 3 V gelten nicht als Messung. Ein Modul, das läuft, hat mehr als 3 V. Die Oberfläche zeigt dann „nicht gemessen“, ohne Warnung. Das ist der Fall auf dem Steckbrett, wo ein 5-V-Netzteil das Board direkt speist und meist kein Spannungsteiler bestückt ist.
| Erwartete Versorgung | Wo | Unterspannung ab | Wieder in Ordnung ab |
|---|---|---|---|
| 24 V | der Bus, Voreinstellung | 21 V | 22,5 V |
| 5 V | Aufbau auf dem Steckbrett | 4,4 V | 4,7 V |
Die erwartete Versorgung wird je Hub in seinen Einstellungen gewählt. Die Grenzen bleiben für 24 V eingestellt und zählen für den Bus mal 5/24. Das gilt für Module ohne eigene Lastversorgung und für den Lastabwurf am Hub. Der Server prüft jede Meldung über Unterspannung mit denselben Regeln nach und verwirft sie, wenn sie nicht stimmt, auch von einem Hub mit älterer Firmware.
Das Leistungsmodul DC misst seine eigene Lastversorgung. Die Grenzen rechnet der Hub auf die Nennspannung um: Ein Modul mit 12 V warnt unter 10,5 V. Beim Antriebsmodul gilt die Nennspannung aus den Motordaten.
Verriegelungen
Eine Verriegelung prüft ihre Bedingung bei jedem Durchlauf. Gilt sie, bekommen alle Ziele einen erzwungenen Wert. Das überstimmt Regler, Regeln und Handbetrieb.
Eine Verriegelung besteht aus:
- einer Bedingung: Kanal, Vergleich, Wert
- einer Liste von Ausgängen
- dem erzwungenen Wert
- der Angabe, ob sie auch auslöst, wenn der Sensor ausgefallen ist
Die Beispielanlage hat eine Verriegelung:
| Name | Bedingung | Wirkung | Bei Ausfall des Sensors |
|---|---|---|---|
| Deckel schließen bei Regen | Regensensor meldet Regen | alle Deckel auf 0 % | löst ebenfalls aus |
Beim Eintreten meldet der Hub eine Warnung. Greifen mehrere Verriegelungen auf denselben Ausgang, gilt die erste in der Reihenfolge der Konfiguration.
Windschutz
Deckel an Linearantrieben sind bei Sturm der empfindlichste Teil einer Anlage. Der Windschutz schließt sie und hält sie zu, bis es ruhig geblieben ist.
-
Alle Deckel bekommen das Ziel „zu“. Befehle zum Öffnen lehnt der Hub ab, mit Begründung.
-
Die Deckel bleiben zu. Die Haltezeit beginnt jedes Mal von vorn.
- 10 min
Nach 10 Minuten Ruhe gibt der Windschutz die Deckel frei. Die Regler übernehmen wieder.
| Einstellung | Voreinstellung | Bereich |
|---|---|---|
| Grenze | 5 m/s | 1 bis 40 m/s |
| Hysterese | 1,5 m/s | kleiner als die Grenze |
| Haltezeit | 10 min | 0 bis 2 h |
| Wetter vom Server nutzen | an |
Woher der Wind kommt
| Quelle | Wert | Wenn sie ausfällt |
|---|---|---|
| Windmodul | der größere aus Mittel und Böe | Deckel zu, wie beim Regen |
| Wettervorhersage des Servers | Böen der nächsten Stunde | Der Windschutz sperrt nicht. |
Das Wetter vom Server gilt eine Stunde ab Empfang. Ist es abgelaufen, sperrt der Windschutz nicht: Ein Hub ohne Server soll die Deckel im Sommer nicht tagelang zuhalten. Ein Sensor ist etwas anderes. Fällt er aus, weiß der Hub nicht, was draußen los ist, und lässt die Deckel zu.
Die Vorhersage gilt für 10 Meter Höhe im offenen Gelände. Auf einer geschützten Terrasse liegt sie oft über der Grenze, ohne dass es am Beet stürmt. Mit der Vorhersage allein schließen die Deckel deshalb öfter als nötig. Die Vorlage des Hochbeets hat aus diesem Grund ein Windmodul.
Offene Beete ohne Deckel haben keinen Windschutz. Dort gibt es nichts zu schließen.
Nach dem Einschalten
Nach dem Einschalten ist alles aus, und die Klappen haben das Ziel „zu“. Regler starten erst, wenn für ihre Eingänge gültige Messwerte vorliegen. Eine Verriegelung, deren Sensor noch nie einen Wert hatte, greift still.