Geschichte
Das Beet von 2019
Ein Raspberry Pi im Unterbau, Python in zwölf parallelen Abläufen, 22 Sensoren und 12 Relais. Das erste Beet war ein vollständiges System, gebaut in wenigen Monaten.
Auf dieser Seite
Das Beet
Im CAD entworfen, aus Holz gebaut, zweimal lasiert, der Boden mit Bootslack geschützt. Der Aufsatz besteht aus Doppelstegplatten, der Boden ist gedämmt. Das Beet lässt sich für den Transport zerlegen.
| Maß | Wert |
|---|---|
| Beet | 1,60 m × 0,80 m |
| Kammern | zwei, je etwa 0,80 m × 0,80 m |
| Aufsatz hinten | etwa 60 cm |
| Aufsatz vorn | etwa 30 cm |
| Unterbau | etwa 0,75 m, aus einem Foto geschätzt |
Im Unterbau stehen der Wassertank, eine runde Tonne, und die Elektronik in einer wasserdichten Abzweigdose.
Die Steuerung
- Rechner
- Raspberry Pi, im Unterbau
- Sprache
- Python 3
- Aufbau
- 12 parallele Abläufe und die Oberfläche
- Sensoren
- 22
- Relais
- 12
- Bedienung
- Oberfläche auf dem Pi, per Bildschirmübertragung
Jede Sensorart lief in einem eigenen Ablauf und gab ihre Werte über eine Warteschlange an die Oberfläche weiter. Die Automatik lief in einem weiteren Ablauf. So blieb die Oberfläche bedienbar, obwohl ständig gemessen wurde.
Der Pi hatte zu wenige Anschlüsse für alles. Eine Erweiterung über I²C brachte 16 weitere Ein- und Ausgänge.
Sensoren und Aktoren
| Aufgabe | Gemessen mit | Geschaltet |
|---|---|---|
| Bewässern | kapazitive Bodenfeuchtesensoren in zwei Bauarten | eine 12-V-Pumpe je Zone, Tropfbewässerung |
| Boden heizen | Temperaturfühler DS18B20 über jeder Heizmatte | Heizmatten, über Relais |
| Lüften | Lufttemperatur, Luftfeuchte und Luftdruck je Zone, CO₂ | ein Deckel je Zone, mit 12-V-Linearantrieb |
| Regen | beheizter Regensensor | Deckel bleiben zu |
| Licht | Helligkeitssensor | LED-Streifen für Pflanzen, über Relais |
| Tank | Ultraschall für den Füllstand, Temperaturfühler | Tauchsieder gegen Frost |
| Elektronik | Temperatur und Feuchte im Gehäuse | Lüfter im Gehäuse |
Widerstandssensoren für die Bodenfeuchte schieden aus. Ihre Elektroden lösen sich auf und geben Stoffe ab, das kam für Kräuter nicht in Frage. In jeder Zone steckten deshalb zwei günstige kapazitive Sensoren und ein teurerer mit Frequenzausgang, um beide Bauarten zu vergleichen.
Vom Steckbrett zur Platine
Alle Sensoren und Aktoren liefen zuerst auf dem Steckbrett. Der Aufbau funktionierte, ließ sich so aber nicht ins Beet einbauen.
Daraus entstand eine eigene Aufsteckplatine, entworfen in Eagle, mit Steckern für alle Sensoren, Aktoren und Relais, einer eigenen Stromversorgung und der Erweiterung für mehr Ein- und Ausgänge. Die erste Fassung war auf 80 mm mal 100 mm begrenzt.
Was aufgezeichnet wurde
Die Anlage schrieb ihre Messwerte in Dateien, etwa alle 20 Sekunden eine Zeile. Die Reihen reichen vom 17. Januar bis zum 10. März 2019. Dazu kommt ein Protokoll der Fehler. Was es zeigt, steht unter Was wir gelernt haben.