Hardware

Sensoren und Aktoren

Die Auswahl richtet sich nach Haltbarkeit im Außeneinsatz, nicht nach dem Preis. Ein Sensor, der nach einem Winter driftet oder korrodiert, ist teurer als einer, der hält.

Auf dieser Seite

Sensoren

Messgröße Empfehlung Anmerkung
Lufttemperatur, Luftfeuchte SHT45 Je Kammer. Mit Strahlungsschutz montieren, sonst misst er die Sonne.
CO₂ SCD41 Je Kammer. Misst wirklich CO₂, statt es aus anderen Gasen zu schätzen.
Bodenfeuchte Truebner SMT100 (RS485) Vergossen, langzeitstabil, misst auch Bodentemperatur. Billige kapazitive Platinen korrodieren und driften.
Bodentemperatur DS18B20, wasserdicht Zusätzliche Messpunkte direkt an der Heizung.
Licht VEML7700 Für Zusatzbeleuchtung und Tageslichtbilanz.
Regen Hydreon RG-15 Optisch, misst auch die Menge. Keine Korrosion, keine Heizung nötig.
Außenklima BME280 Temperatur, Feuchte, Luftdruck als Vergleich zu den Kammern.
Füllstand im Tank Ultraschall, wasserdicht (A02YYUW) Von oben. Kondenswasser auf dem Sensor kann Messungen stören, deshalb prüft die Software die Werte.
Wassertemperatur DS18B20, wasserdicht Für die Regelung der Tankheizung.
Durchfluss Hall-Durchflussmesser Erkennt leeren Tank, geplatzten Schlauch, verstopfte Tropfer.
Strom je Verbraucher INA226 an jedem Ausgang Grundlage der Selbstüberwachung.
Klappenstellung Reed-Kontakte Rückmeldung, ob die Klappe wirklich geschlossen ist.
Klima im Schaltkasten SHT45 Überwacht Kondenswasser und Überhitzung der Elektronik.
Wind, optional Schalenanemometer mit Reedkontakt Windgeschwindigkeit und Böen am Windmodul, optional eine Windfahne für die Richtung.

Ein Modul je Sensorart

Seit Version 0.10.0 liest ein Modul eine Sensorart: Temperatur/Feuchte (SHT4x), CO₂ (SCD4x), Lichtsensor (VEML7700), BME280, Bodenfeuchte, Temperatur, Bodentemperatur oder Wassertemperatur (DS18B20), Füllstand (A02YYUW), Regensensor (RG-15) und Durchfluss. Mehrere Fühler derselben Art an einem Modul sind erlaubt, etwa zwei Bodenfühler oder zwei DS18B20. Die Module sind unter Module beschrieben.

Jedes Modul prüft beim Start, welcher Chip an seinen Anschlüssen hängt, an seiner Kennung und nicht nur an der Adresse: ID-Register, Seriennummer mit Prüfsumme, 1-Wire-Familie oder das Format der Antwort. Steckt ein anderer Chip als der erwartete, meldet es „Falscher Sensor“, etwa „BME280 erwartet, SHT4x gefunden“. Fehlt er, meldet es „Kein Sensor“. Mehr unter Sensoren prüfen.

Worauf es ankommt

SHT4x statt DHT. DHT11 und DHT22 werden nicht unterstützt. Die Firmware hat Treiber für die SHT4x-Reihe, zum Beispiel den SHT45.

BME280, nicht BMP280. Die beiden sehen gleich aus und werden oft verwechselt. Der BMP280 misst keine Feuchte. Die Firmware erkennt ihn an seiner Kennung und meldet ihn als falschen Sensor, mit dem Hinweis auf falsch beschriftete Platinen.

SHT40, SHT41 und SHT45 lassen sich nicht unterscheiden. Alle Texte sagen SHT4x.

Füllstand immer kalibrieren. Der Ultraschallsensor misst einen Abstand. Der Treiber rechnet ihn mit einer Werksgeometrie um: leer bei 1500 mm, voll bei 200 mm. Das passt zu keinem bestimmten Tank. Nach dem Einbau wird deshalb kalibriert: Tank leer, „Das ist 0 %“, Tank voll, „Das ist 100 %“. Ohne Kalibrierung steuert der Füllstand nichts.

Bodenfeuchte ebenso. Was „trocken“ und „nass“ bedeutet, hängt vom Boden ab. Wie kalibriert wird, steht unter Kalibrieren.

Treiber in der Firmware

SHT4x, SCD4x, VEML7700, BME280, DS18B20, INA226, Modbus-Bodensensoren, Ultraschall-Füllstand, Regensensor, Durchfluss, Tacho, Windmesser mit Windfahne, dazu der Messbaustein BL0942 für 230 V und der Portexpander PCA9555. Durchfluss, Wind, Kontakte und Analogeingänge lassen sich nicht am Chip erkennen.

Aktoren

Funktion Empfehlung
Lüften Lüfter mit Drehzahlregelung und Drehzahlrückmeldung, für Feuchträume geeignet
Klappen, Deckel Linearantriebe mit 12 oder 24 V, am besten mit eingebauten Endschaltern
Heizung Heizmatte je Kammer, mit Temperaturschalter in Reihe
Bewässerung eine Pumpe je Kammer aus dem gemeinsamen Tank, Tropfschläuche im Beet
Nachfüllen ein Magnetventil am Wasseranschluss, gesteuert vom Füllstand
Tankheizung Heizstab mit Thermostat, 230 V. Heizt nur bei ausreichendem Füllstand.
Windschutz Deckel schließen ab 5 m/s, einstellbar
Licht LED-Pflanzenleuchte mit dimmbarem Netzteil
Befeuchtung, optional Vernebler für die feuchte Kammer

Das Beet des Projekts

Das Holz-Hochbeet von 2019 steht noch. Steuerung und Elektronik werden ersetzt. Ein Teil der alten Hardware bleibt.

Bleibt Anschluss in SmartBeet
Bodenheizmatten, 230 V am Relais 4-fach, je mit Temperaturschalter in Reihe
Tankheizung, 230 V am Relais 4-fach, das vierte Relais bleibt frei
Pumpen, 12 V am Leistungsmodul DC der Kammer, zusammen mit Lüfter und Licht
Linearantriebe der Deckel, 12 V am Antriebsmodul, Motordaten eingetragen, Laufzeiten kalibriert
runde Tonne als Tank Füllstand per Ultraschall, nach dem Einbau kalibriert
DS18B20-Fühler, Endschalter, dichte Gehäuse werden weiterverwendet

Die Antriebe haben keine Stellungsrückmeldung. Vorhanden ist nur ein Endschalter „zu“.

Antriebe ohne Rückmeldung

Ein Antrieb bewegt sich erst, wenn seine Motordaten aus dem Datenblatt eingetragen sind und er kalibriert ist. Die Stellung rechnet das Modul aus den kalibrierten Laufzeiten, getrennt für Auf und Zu. Die Endlage erkennt es am Endkontakt oder am Motorstrom. Alles Weitere steht unter Antriebe.

    Durchsucht alle Seiten. Die Suche läuft im Browser, nichts wird übertragen.