Überblick

Selbstüberwachung und Sicherheit

Ein Gerät, das antwortet, funktioniert noch lange nicht. Das System prüft deshalb drei Dinge und reagiert auf jede Störung nach demselben Muster.

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Drei Fragen

Frage Prüfung Beispiel
Meldet es sich? Erreichbarkeit: Lebenszeichen jedes Moduls, Prüfsumme bei jedem Sensorwert Ein Modul ist vom Bus getrennt.
Stimmt der Wert? Plausibilität: keine Antwort, außerhalb des Bereichs, Sprung, eingefroren, Drift Ein Sensor antwortet, aber der Wert steht seit einer Viertelstunde exakt still.
Hat es etwas bewirkt? Wirkung: Strom, Drehzahl, Durchfluss, Endkontakt, Erwärmung Das Modul bestätigt den Befehl, aber der Lüfter dreht nicht.

Ein Muster für jede Störung

Ob blockierter Lüfter, trockene Pumpe oder stummer Sensor, der Ablauf ist derselbe und gilt auch im Handbetrieb.

Stoppen, neu versuchen, sperren im Hub

  1. Der Hub schaltet den Ausgang ab. Einen Sensor nimmt er aus der Regelung.

  2. 2 min

    Nach einer Pause versucht er es erneut: 2 Minuten bei Ausgängen, 10 Minuten bei Sensoren.

  3. 3 ×

    Gelingt ein Versuch, ist die Störung vorbei, und der Alarm endet von selbst.

  4. Scheitert auch der dritte Versuch, bleibt der Ausgang gesperrt, bis ihn ein Mensch freigibt. Die Sperre übersteht Neustart und Stromausfall.

Pausen und Zahl der Versuche lassen sich je Hub einstellen. Der ganze Ablauf steht unter Störung und Sperre.

Jeder Messwert trägt eine Güte

Güte Bedeutung Folge
in Ordnung alle Prüfungen bestanden Der Wert darf steuern.
verdächtig Sprung, Stillstand oder Kalibrierung ausstehend Der Wert steuert nicht mehr. Ersatzsensoren greifen.
ausgefallen keine Antwort, Prüfsumme falsch, außerhalb des Bereichs, Modul weg, außer Betrieb wie verdächtig
ausgefallen falscher Sensor oder kein Sensor angeschlossen wie verdächtig, aber ohne Neustart und ohne Sperre

Nur Werte, die in Ordnung sind, steuern Regler, Ressourcen und Verriegelungen. Ein eingefrorener oder springender Sensor soll nichts schalten.

Wo es läuft

Ort Aufgabe Reaktionszeit
Modul Überstrom-Abschaltung, maximale Laufzeit, sicherer Zustand ohne Hub sofort
Hub Wirkungsüberwachung, Plausibilität, Ersatzwerte, Verriegelungen, Windschutz, Frostschutz, Lastabwurf Sekunden bis Minuten
Server Drift, schleichende Veränderungen, Benachrichtigung, Verlauf Stunden bis Wochen

Was das System selbst behebt

  • Sensor neu starten: Hängt ein Sensor, startet das Modul ihn neu. Erst wenn das nicht hilft, gilt er als ausgefallen. Ein Modul mit ESP32-C3 kann die Sensorversorgung nicht schalten, dort heißt Neustart, den Chip neu einzurichten.
  • Falscher Sensor: Steckt der richtige Chip wieder, findet ihn das Modul spätestens nach 60 Sekunden, und der Alarm endet von selbst.
  • Elektronische Sicherung: Bei Überstrom schaltet der Ausgang sofort ab und versucht es nach einer Pause erneut.
  • Klemmender Antrieb: Kurz zurückfahren, dann noch einmal versuchen. Hilft bei festgefrorenen oder verklemmten Klappen.
  • Unterspannung: Bricht die Versorgung ein, schaltet der Hub zuerst die größten Verbraucher ab, damit Steuerung und Sensoren weiterlaufen.
  • Ersatzwerte: Fällt ein Sensor aus, rechnet der Regler mit dem Nachbarsensor weiter.
  • Nachkalibrieren: Jede Fahrt eines Antriebs bis zum Anschlag gleicht die geschätzte Stellung neu ab. Weicht die Laufzeit wiederholt ab, meldet der Hub, dass neu kalibriert werden muss.

Keine Annahmen über die Hardware

SmartBeet ist für beliebige Hardware gedacht. Ein Tank kann eine runde Tonne sein, ein Antrieb 12 oder 24 V haben. Was vom Einbau abhängt, hat deshalb keine Voreinstellung: Füllstand, Bodenfeuchte und die Laufzeiten der Antriebe. Bis zur Kalibrierung steht dort „Kalibrierung ausstehend“, und alles Abhängige ist gesperrt. Ein Wert nach Werksgeometrie sähe plausibel aus und wäre trotzdem falsch. Mehr unter Kalibrieren.

Ein Antrieb braucht davor seine Motordaten aus dem Datenblatt: Nennspannung, Nennstrom, Abschaltgrenze, eingebaute Endschalter und Einschaltdauer. Bis dahin steht er auf „Einrichtung ausstehend“ und bewegt sich gar nicht, auch nicht zum Schließen bei Regen, Wind oder Frost. Mehr unter Antriebe.

Was es meldet

Erkennt der Hub eine Störung, entsteht ein Alarm mit Klartext, zum Beispiel:

Klappe A: Antrieb zieht Strom, Endkontakt nicht erreicht.

Alarme kommen per Mail und per Push aufs Handy, je nach Einstellung im eigenen Profil. Die Meldungen einer Ursache werden zu einem Alarm zusammengefasst. Er wird mit der Sperre rot und endet bei Freigabe oder gelungenem Versuch.

Live-Modell mit Störungen in Kammer A: Der Lüfter trägt die Plakette Störung, ein Sensor ein Warndreieck, die Heizung ein Ausrufezeichen. Kammer B läuft normal. Live-Modell mit Störungen in Kammer A: Der Lüfter trägt die Plakette Störung, ein Sensor ein Warndreieck, die Heizung ein Ausrufezeichen. Kammer B läuft normal.
Störungen im Live-Modell. Farbe steht nie allein: Jede Plakette hat ein eigenes Symbol.

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