Selbstüberwachung

Kalibrieren

SmartBeet nimmt nichts über die Hardware an. Was vom Einbau abhängt, wird einmal vor Ort kalibriert. Vorher steuert es nichts.

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Warum es keine Voreinstellung gibt

Ein Ultraschallsensor misst einen Abstand. Wie viel Wasser das ist, hängt von der Form des Tanks und der Einbauhöhe ab. Eine Bodenfeuchte hängt vom Boden ab. Ein Deckel öffnet gegen sein Gewicht langsamer, als er schließt.

Ein Wert nach Werksgeometrie sähe plausibel aus und wäre trotzdem falsch. Darauf zu pumpen, nachzufüllen oder zu heizen ist gefährlicher, als gar nichts zu tun.

Was kalibriert wird

Was Kalibrierung Ohne Kalibrierung
Füllstand Pflicht, zwei Punkte Kalibrierung ausstehend, steuert nichts
Bodenfeuchte Pflicht, zwei Punkte Kalibrierung ausstehend, steuert nichts
Antriebe Pflicht, Laufzeit auf und zu gesperrt, fährt nicht
Motordaten der Antriebe Pflicht, vor der Kalibrierung Einrichtung ausstehend, fährt nicht
Temperatur, Luftfeuchte, CO₂ ab Werk, Abgleich mit Referenz misst und steuert
Windmesser ab Werk für die übliche Bauart misst und steuert

Welche Kanäle eine Kalibrierung brauchen, sagt das Modul in seiner Selbstbeschreibung. So bringt ein künftiger Sensor die Pflicht selbst mit, etwa ein Drucksensor für den Füllstand.

Die Pflicht gilt nur für Kanäle, die in Gebrauch sind. Ein freier zweiter Eingang für die Bodenfeuchte ist nicht angeschlossen und meldet nichts.

Kalibrierung ausstehend

Ein unkalibrierter Kanal meldet die Güte „verdächtig“ mit dem Grund „Kalibrierung ausstehend“. Die Oberfläche zeigt das gelb, nicht rot: Der Sensor ist nicht defekt. Der Rohwert wird weiter gemeldet, der Assistent braucht ihn.

Fehlt die Kalibrierung von Gesperrt ist
Füllstand Pumpen aus dem Tank, Nachfüllventile, Tankheizung, „Auffüllen bis …“
Bodenfeuchte die Bewässerung der Kammer
Antrieb der Antrieb selbst, auch im Handbetrieb

Die Begründung nennt den Grund ausdrücklich. Übersicht, Sensor, Modell und eine Warnung zeigen es. Der Link in der Warnung öffnet gleich den Assistenten.

Ersatzsensoren greifen wie sonst auch. Eine Freigabe hilft nicht: Eine fehlende Kalibrierung ist keine Störung.

Sensoren kalibrieren

Kalibriert wird je Kanal, in der Oberfläche unter „Geräte“.

Art Für Vorgehen
Zwei-Punkt Füllstand, Bodenfeuchte Tank leer machen, „Das ist 0 %“. Tank füllen, „Das ist 100 %“. Auch Zwischenwerte und in beliebiger Reihenfolge.
Abgleich mit Referenz Temperatur, Luftfeuchte, CO₂ Wert eines genauen Messgeräts eintragen. Der Sensor wird um den Unterschied verschoben.
  • Mittelwert statt Momentwert. Ein Punkt ist der Mittelwert der Rohwerte der letzten 20 Sekunden.
  • Beliebig viele Punkte. Der Assistent legt eine Gerade mit kleinsten Quadraten hindurch. Punkte, die mehr als 10 % der Spanne neben der Geraden liegen, lehnt er ab.
  • Rohwert bleibt sichtbar. Rohwert und kalibrierter Wert stehen nebeneinander. So lässt sich jederzeit neu kalibrieren.
  • Der Hub rechnet um, nicht der Server. Regler und Prüfungen im Hub brauchen den richtigen Wert, auch ohne Server. Die Kalibrierung wird vor allem anderen angewendet.
  • Danach von vorn. Ändert sich die Kalibrierung, setzt der Hub den Sensor zurück. Sonst zählte der Wechsel als Sprung.

Ein anderer Windmesser als die übliche Bauart wird ebenfalls über die Kalibrierung angepasst, nicht über ein eigenes Einstellfeld.

Antriebe kalibrieren

Die Kalibrierung ist der zweite Schritt. Zuerst trägt ein Admin die Motordaten aus dem Datenblatt ein, das steht unter Antriebe. Dann unter „Geräte“ den Antrieb öffnen, Reiter „Kalibrierung“, „Kalibrier-Assistent“, „Kalibrierung starten“.

Kalibrierlauf eines Antriebs im Modul

  1. Der Antrieb fährt ganz zu. Das ist der Bezugspunkt, gemessen wird noch nicht.

  2. Ganz auf, das Modul misst die Zeit. Das ist die Laufzeit „auf“.

  3. Wieder ganz zu, das Modul misst die Zeit. Das ist die Laufzeit „zu“.

  4. Der Hub übernimmt beide Laufzeiten sofort. Der Server trägt sie in die Konfiguration ein.

Hat der Antrieb eingebaute Endschalter oder Endkontakte, läuft das ohne Zutun durch. Das Modul erkennt am Motorstrom, wann er anschlägt. Ist eine Endlage nicht erkennbar, wartet die Phase auf „Jetzt offen“ oder „Jetzt zu“. „Abbrechen“ hält den Antrieb an, die bisherigen Laufzeiten bleiben.

Ein Lauf darf höchstens 120 Sekunden je Richtung dauern. Für langsamere Antriebe werden die Laufzeiten von Hand eingetragen, das geht nur mit vollständigen Motordaten. Scheitert ein Lauf, nennt der Reiter den Grund und was zu prüfen ist, etwa einen Strom über der Klemmgrenze oder „Kein Motorstrom unter“ zu nah am Fahrstrom. Nach dem Lauf steht dort der gemessene „Normalstrom beim Öffnen“. Liegt er über dem Nennstrom, ist der Antrieb überlastet, oder die Motordaten stimmen nicht.

Die Kalibrierung bleibt, wenn Motordaten zum ersten Mal eingetragen oder einzelne Werte berichtigt werden. Verworfen wird sie nach Rückfrage, wenn sich eine schon eingetragene Nennspannung ändert oder eine andere Vorgabe gewählt wird.

Gemessen wird im Modul, nicht im Browser. Der Weg über Netzwerk und Oberfläche wäre ein Fehler von mehreren Zehntelsekunden.

Was danach passiert, steht unter Antriebe.

Wer kalibrieren darf

Aufgabe Admin Bediener Betrachter
Sensoren kalibrieren ja ja nein
Antriebe kalibrieren ja ja nein
Motordaten eintragen ja nein nein
Optionen des Antriebs, übrige Einstellungen ja nein nein

Kalibrieren ist Wartung vor Ort. Wer wann was kalibriert hat, steht im Audit-Log.

Nach dem Update auf 0.3.0

Vorhandene Füllstand- und Bodenfeuchtesensoren ohne Kalibrierung und Antriebe ohne beide Laufzeiten stehen nach dem Update auf „Kalibrierung ausstehend“. Ein vorhandener Tank ohne Kalibrierung steht also, bis er kalibriert ist. Das ist gewollt.

Nach dem Update auf 0.9.0

Seit 0.9.0 brauchen Antriebe Motordaten. Nach dem Update stehen alle Antriebe, bis sie eingetragen sind, und schließen so lange auch bei Regen, Wind oder Frost nicht. Deshalb vor dem Update alle Klappen schließen. Die Kalibrierung bleibt erhalten. Für einen Antrieb, der vorher kalibriert war, bietet der Reiter „Bisherige Werte übernehmen“ an. Nach dem Speichern fährt er einmal zu und folgt wieder dem Regler, ohne neuen Kalibrierlauf.

Nach einem Wechsel des Modultyps

„Typ ändern“ an einem Modul lässt seine Kalibrierung neu beginnen. Der Dialog sagt das vorher.

Im Simulator

Ein simulierter Hub, der samt Anlage übernommen wird, bringt seine Kalibrierung und die Motordaten der Antriebe mit. Sonst stünde die Vorführung nach der Übernahme still. Module, die später angesteckt werden, und „Anlage umbauen“ mit neuem Tank oder Sensor kommen unkalibriert, ein später angestecktes Antriebsmodul auch ohne Motordaten, wie am echten Beet.

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