Selbstüberwachung

Wirkung überwachen

Das Modul bestätigt den Befehl, aber der Aktor tut nichts. Genau das erkennt die Wirkungsüberwachung, an Strom, Laufzeit, Endkontakt und Messwerten.

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Rückmeldungen

Jeder Ausgang misst Strom und Spannung selbst. Dazu kommen externe Rückmeldungen, die im Browser zugewiesen werden: „Durchflussmesser 1 gehört zu Pumpe A“. Sie dürfen an einem anderen Modul hängen.

Rückmeldung Erwartung, solange der Ausgang eingeschaltet ist Voreinstellung
Durchfluss Durchfluss mindestens so groß wie erwartet 0,2 l/min
Drehzahl Drehzahl mindestens so groß wie erwartet 200 je Minute
Leistung Leistung mindestens so groß wie erwartet 20 W
Temperatur Anstieg seit dem Einschalten 0,3 K
Füllstand Anstieg seit dem Einschalten 1 Prozentpunkt
Endkontakt schließt in der erwarteten Zeit das 1,5-fache der Laufzeit der Richtung

Bei Temperatur und Füllstand zählt der größte Anstieg seit dem Einschalten, nicht der Wert am Ende der Frist. Sonst gäbe es Fehlalarm, sobald der Sollwert erreicht ist.

Bleibt die Wirkung aus, ist das eine Störung des Ausgangs. Er geht aus, der Hub versucht es nach einer Pause neu und sperrt ihn nach den Fehlversuchen. Das steht unter Störung und Sperre.

Ist die Rückmeldung selbst nicht nutzbar, etwa weil der Drehzahlgeber ausgefallen ist, läuft der Ausgang weiter. Die Prüfung wartet, bis der Wert wieder da ist.

Je Aktor

Aktor Rückmeldung Erkannte Fehler
Lüfter Strom, Drehzahl Kein Strom: Kabelbruch oder defekt. Strom ohne Drehzahl: blockiert.
Klappenantrieb Strom, Laufzeit, Endkontakt Kein Strom: nicht angeschlossen oder defekt. Strom zu hoch: klemmt. Endkontakt kommt nicht rechtzeitig: Mechanik defekt.
Heizung Strom, Bodentemperatur Kein Strom: Heizung defekt. Strom fließt, aber es wird nicht wärmer: Fühler oder Heizung falsch platziert oder defekt.
Pumpe Strom, Durchfluss, Füllstand Kein Strom: Pumpe defekt. Strom ohne Durchfluss: Pumpe läuft trocken oder Schlauch verstopft.
Tankheizung Leistung, Wassertemperatur, Füllstand Keine Leistung: Heizung defekt. Leistung ohne Erwärmung: Heizstab verkalkt oder Fühler liegt falsch.
Nachfüllventil Spulenstrom, Füllstand, Laufzeit Kein Strom: Spule defekt. Füllstand steigt nicht: Zulauf zu. Füllstand steigt bei geschlossenem Ventil: Ventil hängt.

Fristen der Beispielanlage

Ausgang Rückmeldung Frist
Lüfter Drehzahl 10 s
Pumpe Durchfluss 8 s
Deckel Endkontakt 30 s
Heizung in der Kammer Bodentemperatur, 0,2 K 30 min
Heizmatte im Schaltkasten Temperatur im Kasten, 0,3 K 15 min
Nachfüllventil Füllstand, 1 Prozentpunkt 2 min
Tankheizung Leistung, 20 W 10 s
Tankheizung Wassertemperatur, 0,3 K 30 min

Erde erwärmt sich langsam. Die Erwartung einer Heizung liegt deshalb deutlich unter der Einschalthysterese ihres Reglers. Sonst meldet eine richtig arbeitende Heizung Fehlalarm.

Einlernen

Beim Einlernen schaltet das System einen Ausgang kurz ein und speichert den Normalstrom als Referenz. An einem Antrieb ist das Einlernen der Kalibrierlauf, nach dem Eintragen der Motordaten.

Ausgang Ablauf Ergebnis
Schaltausgang, stufenloser Ausgang, Relais 5 Sekunden einschalten, mittleren Strom messen Normalstrom
Antrieb ganz zu, ganz auf, wieder ganz zu Laufzeit auf, Laufzeit zu, mittlerer Strom

Spätere Abweichungen gelten als Auffälligkeit:

Abweichung Dauer Folge
Strom liegt mehr als 30 % neben dem Normalstrom länger als 10 s Warnung, der Ausgang bleibt in Betrieb
Strom ist mindestens doppelt so hoch 10 s Störung, der Ausgang geht aus

Die Fristen sind so lang, dass Anlaufströme und das Hochlaufen eines Lüfters nicht auslösen.

Steigt der Strom eines Antriebs über Wochen langsam an, soll ein Wartungshinweis kommen, bevor er ausfällt.

Antriebe

Die Stellung eines Antriebs ist geschätzt, aus der Fahrzeit und den kalibrierten Laufzeiten für Auf und Zu. Erkennt das Modul eine Endlage, am Endkontakt oder am Motorstrom, setzt es die Schätzung auf 0 oder 100. Ohne Motordaten und ohne Kalibrierung fährt ein Antrieb nicht, auch nicht im Handbetrieb. Die Einzelheiten stehen unter Antriebe.

Beobachtung Folge
Endkontakt schließt nicht in der 1,5-fachen Laufzeit Störung des Ausgangs
Laufzeit weicht um mehr als 15 % und mindestens 1 s ab Hinweis, nach drei Abweichungen in Folge ist eine Nachkalibrierung fällig
Spannung am Antrieb weicht länger als 5 s um mehr als 25 % von der Nennspannung ab Warnung
Lastversorgung liegt mehr als 25 % über der Nennspannung Das Modul schaltet den Antrieb nicht ein, etwa einen 12-V-Antrieb an 24 V
Ein Antrieb klemmt im Modul

  1. Nach der Anlaufzeit liegt der Strom länger als 300 Millisekunden über der Klemmgrenze oder länger als 50 Millisekunden über der Abschaltgrenze. Beide stammen aus den Motordaten.

  2. Das Modul stoppt und fährt 1 Sekunde in die Gegenrichtung. Das löst festgefrorene oder verklemmte Klappen.

  3. Fährt der Antrieb jetzt durch, ist alles gut.

  4. Das Modul stoppt, verwirft das Ziel und meldet „Antrieb klemmt“ mit Strom und Grenze. Der Hub behandelt das als Störung des Ausgangs.

Detailansicht des Lüfters in Kammer A: Stellwert 70 %, Strom 0,49 A, Spannung 12,0 V, Zustand in Ordnung, Drehzahl 1812 je Minute, darunter die Bedienung von Hand.
Detailansicht eines Ausgangs: die vier automatischen Kanäle, die zugewiesene Rückmeldung und der Handbetrieb mit Dauer.

Leck

Fließt Wasser, obwohl der Ausgang aus ist, meldet der Hub den Verdacht auf ein Leck: Durchfluss über der Erwartung, länger als 30 Sekunden, bei ausgeschalteter Pumpe.

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